Wie Du Dein Gel aus Leinsamen ganz einfach selbst herstellst

Es macht die Haare griffiger, stylt sie, ist natürlich und preiswert herzustellen. Das Gel aus Leinsamen. Auch als Spülung oder Festiger angewandt, versorgt es Deine Haare mit Feuchtigkeit und die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Leinsamen werden auf Deine Haare übertragen. Besonders lockige Haare bekommen wieder mehr Sprungkraft aber auch bei glatten Haaren ist das Styling-Gel zu empfehlen.

Natürlich gepflegt

Leinsamen ist ein gesunder Samen für unseren Körper, der innerlich die Verdauung anregt, unseren Körper mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren versorgt und viel Nährwert bringt.

Für die Pflege der Haare sind die Öle im Leinsamen sehr wertvoll. Sie versorgen Deine Haare mit Feuchtigkeit, was besonders für Locken und trockene Haare sehr gut ist. Die Schleimstoffe sorgen dafür, dass Leinsamen sich bis auf das dreifache seines Volumens vergrößern kann, deshalb kann ein schönes Gel für die Haare gezaubert werden. Vorhandene Saponine sind antibakteriell sowie antifungizide und können Entzündungen sowie Beschwerden lindern. Weitere Vitamine und Mineralstoffe versorgen Deine Haare zusätzlich.

Herstellung & Rezept

Aus Leinsamen lässt sich ganz einfach in Kombination mit Wasser Dein Stylingprodukt herstellen. Durch unterschiedliche Mengen kann es zu verschiedenen Zwecken verwendet werden.

Die Spülung

  • 3 EL Leinsamen
  • 1 Liter kochendes Wasser

Der Leinsamen wird mit dem heißen Wasser übergossen und gut verrührt. Dann lässt Du das Gemisch über Nach ziehen. Am nächsten Tag wird der Samen durch ein Sieb aufgefangen und die Flüssigkeit ist Deine fertige Spülung.

Nach dem Haarewaschen kannst Du die Spülung über Deine Haare gießen und einmassieren, ohne ausspülen lassen sie sich anschließend gut frisieren. Wenn Du zuviel über hast, dann frier Dir die Portionen ein, weil Leinsamen nicht lange haltbar ist.

Das Haargel 

  • 25g Leinsamen
  • 200ml Wasser

Das Wasser und der Leinsamen werden gemischt und über Nacht stehen gelassen, damit weicht der Leinsamen auf und die wertvollen Inhaltsstoffe werden besser in Deinem Gel aufgenommen. Am nächsten Tag – optional braucht man den Leinsamen nicht einweichen lassen – wird das Gemisch gekocht, bis eine schleimige und feste Konsistenz entsteht. Gefällt Dir das Gel, dann kannst Du es von der Herdplatte nehmen und jetzt optional weiter Zusatzstoffe hinzufügen – Möglichkeiten stehen im nächsten Absatz. Danach werden die restlichen Samen durch ein Sieb/Nylon aufgefangen und das Gel kann in ein Gefäß umgefüllt werden. Dabei sollte Dein Gel noch warm sein und Du schnell arbeiten, sonst geht das Gel am Ende nur noch schwer durch das Sieb.

Die Haltbarkeit liegt bei ein paar Tagen. Bei kühler Lagerung verlängert sie sich ein wenig. Deshalb ist es ratsam immer kleinere Mengen des Gels zu produzieren oder einen Teil einzufrieren und nach Bedarf auftauen zu lassen. Abends holst Du einfach einen Würfel aus dem Gefrierfach und lässt ihn über Nacht im Bad auftauen oder stellst es vor dem Benutzen kurz in die Mikrowelle.

Die Haltbarkeit unterstützt Du außerdem, indem Du immer sauber Utensilien verwendest, um eine Bakterienbildung zu vermeiden oder zu minimieren.  Koche Löffel und die Gefäße mit heißem Wasser, ggf. kannst Du auch Soda zur Desinfektion verwenden.

Hinweis: Die Mengenangaben sind ein Richtwert und können angepasst werden. Soll das Gel flüssiger sein, dann füge einfach noch etwas Wasser hinzu. Dickeres Gel lässt sich zum Beispiel besser auftragen aber es können auch dickere Strähnen entstehen. Für eine bessere Haltbarkeit kannst Du destiliertes Wasser und nicht geschrotetes Leinsamen verwenden.

Zusatzstoffe

Dem Leinsamengel können beliebige Zusatzstoffe hinzugefügt werden, um sich ganz auf die Bedürfnisse Deiner Haare einzustellen.

Kamillentee anstatt normalem Wasser. Kamille ist gut zur Beruhigung von juckender, entzündeter und wunder Kopfhaut. Außerdem wirkt sie entzündungshemmend, antibakteriell und soll sogar vor Hitzeeinwirkung schützen.

Aloe Vera Gel versorgt Deine Haare mit Feuchtigkeit, wirkt positiv auf Juckreiz und mildert gereizte Kopfhaut. Du kannst den Saft oder das Gel zu Deinem Stylingprodukt hinzufügen, nur der gelbe Saft aus der Pflanze hat eine andere Wirkungsweise und ist nicht gemeint.

Feuchtigkeit spenden außerdem Öle und Butter, die Deine Haare vor dem Austrocknen bewahren. Du kannst dafür zum Beispiel Sheabutter verwenden. Bitte sparsam sein, damit die Haare nicht fettig werden.

Honig unterstützt die die Form und Haftbarkeit Deiner Haare. Außerdem hält es die Feuchtigkeit in den Haaren, durch den hohen Zuckeranteil. Deshalb wird die Haarwurzel gestärkt und dadurch kann Haarausfall gelindert werden und das Haarwaschtum angekurbelt werden. Desweiteren ist er antibakteriell, lindert Juckreiz und bringt Glanz in Deine Haare. Verwende rohen und nicht pasteurisierten Honig in Bio-Qualität.

Ätherische Öle geben Deinem Haargel nicht nur einen angenehmen Duft, sondern die Sorten Zitrone, Lavendel, Rosmarin, Nelke, Zimt und Rose konservieren Dein Haargel. Achte auf hochwertige Öle, die naturrein sind, um Deinem Körper einen Gefallen zu tun.

Grapefuitkern-Extrakt, Vitamin E Öl und Zitronensäure sind ebenfalls Konservierungsmittel, die Dein Produkt länger haltbar machen.

Anwendung

Die Spülung wird nach dem Haarewaschen über die feuchten Haare gegeben. Ohne ausspülen können die Haare getrocknet oder gestylt werden. Durch die Leinsamen-Spülung bekommen die Haare mehr Griffigkeit und Locken bekommen neuen Sprung.

Das Leinsamen-Gel kann ebenfalls ins feucht oder auch ins trockene Haar gearbeitet werden. Dabei wird eine größere Menge genommen, als mit handelsüblichen Produkten, allerdings solltest Du Dich selber an die richtige Menge für Deine Haare herantrauen.

Die Haare bekommen mehr Form, ohne brüchig zu werden, so wie man es von gekauften Produkten kennt.

Mein Fazit

Zu Beginn kann die schleimige Konsistenz etwas ungewohnt sein und Du musst eventuell zwei bis drei Versuche starten, bis Du Deine gewünschte Konstellation gefunden hast. Aber dann ist es wirklich beeindruckend, wie günstig und gesund diese tolle Alternative zu herkömmlichen Produkten ist.

Wenn Du den Test wagst, dann erzähl mir von Deinen Erfahrungen. Ich bin gespannt.

Alles Gute, Sina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.