Trockenshampoo selber machen – Roggenmehl und Kakao statt Chemie

Deine Haare müssen schnell wieder frisch aussehen und Du hast keine Zeit sie zu waschen und lange zu föhnen?! Dann ist die Lösung ein ganz simples Trockenshampoo aus Roggenmehl oder Kakao!

Achtung: Wenn Du Deine Haare nur noch mit Wasser wäscht, dann ist ein Trockenshampoo nicht geeignet, denn es entfernt sanft Deine Fettschicht und ist als Haarwäsche zu sehen. Eine Anwendung des Trockenshampoos würde Dich wieder zurück werfen. Benutzt Du allerdings noch alternativen zur Haarwäsche, wie Natron oder Roggenmehl, dann ist das Trockenshampoo eine tolle Möglichkeit, um den Haaren wieder eine gewisse Frische zu verleihen.

Roggenmehl oder Kakao?

Ob nun Roggenmehl, echter Kakao, Kaffepulver oder Maisstärke, sie machen alle vom Prinzip das selbe. Sie saugen sanft das Fett auf Deiner Kopfhaut auf. Mischt Du das Produkt Deiner Wahl zusätzlich mit Salz oder Natron, wird noch einmal zusätzlich Feuchtigkeit/Fett und Gerüche gebunden.

Roggenmehl und Maisstärke eignen sich besonders bei hellen Haaren. Bei roten Haaren mischt Du Zimt unter und bei dunklen Haaren wird das Mehl mit Kakao oder Kaffeepulver gemischt. Einerseits kommt es also auf Dein eigenes Empfinden bei der Wahl der Sorte an, aber auch die Haarfarbe spielt eine wichtige Rolle, damit hinterher keine kleinen Reste zu finden sind. Nicht zu vergessen, der Kaffee und Zimtgeruch, den Du mögen musst.

Vorsicht: Auch Weizenmehl und andere Mehlsorten binden das Fett. Sollte allerdings doch einmal Feuchtigkeit an Deine Haare kommen, so verkleistert das Mehl und es geht sehr schwer aus den Haaren heraus. Wohingegen Roggenmehl wunderbar als alternatives Shampoo genutzt werden kann.

Herstellung Deines Trockenshampoo

  • Grundzutat: 1 Esslöffel Roggenmehl / echter Kakao / Maisstärke
  • Ergänzung: je nach Haarfarbe 1 Teelöffel Zimt / echter Kakao / Kaffeepulver / Heilerde
  • Geruchsneutralisierer: 1 Teelöffel Natron (Natron online kaufen*)
  • Duftzusatz: 2 – 3 Tropfen ätherisches Öl

Die Zutatenliste kann nach Deinen eigenen Bedürfnissen gemixt werden. Vom Prinzip benötigst Du lediglich Roggenmehl, Kakao oder Maisstärke. Hast Du rote Haare, dann mischt Du etwas Zimt zu dem hellen Mehl. Bei dunklen Haaren nimmst Du nur Kakao oder mischt Roggenmehl/Maisstärke mit etwas Kakao/Kaffeepulver. Dass Natron kannst Du nach Bedarf hinzufügen. Es saugt unterstützend das Fett auf und neutralisiert Gerüche. Mit ein paar Tropfen ätherischem Öl kannst Du Deinen Haaren einen angenehmen Duft verleihen und sogar noch Heilungsprozesse unterstützen. Wichtig ist, dass Du testest, ob Du das Öl verträgst und ein 100% reines ätherisches Öl verwendest. Sehr gut geeignet sind die Öle von den Marken Primavera*, Farfalla* und Neumond*.

Probier es aus und finde Deine optimale Mischung. Du kannst Dir auch etwas mehr anmischen und in einer Glasflasche, Puderdose oder in einem Puderzucker-/Salzstreuer aufbewahren. Die Zutaten werden nicht schlecht und halten sich lange, da sie trocken sind.

Anwendung

Für die Anwendung nimmst Du etwa 1-2 Esslöffel von Deinem hergestellten Pulver und verteilst es mit Deinen Händen, einem Pinsel oder einer Puderdose auf Deiner Kopfhaut. Massiere es ein wenig ein, damit das Pulver das Fett aufnehmen kann. Danach bürstest Du das Pulver am besten mit einer Wildschweinborstenbürste wieder aus (hier habe ich eine Übersicht zu den Bürsten). Sie nimmt generell Schmutzpartikel sehr gut weg und bekommt auch das feine Pulver entfernt. Kopfüber über einer Badewanne, kann das ausgebürstete Pulver einfach weggespült werden kann.

Wieso eigentlich Trockenshampoo kaufen?

Diese Frage muss man sich doch wirklich stellen?! Unbedenklicher und einfacher kann man mit einfachsten Mitteln aus dem Küchenschrank kein Haarpflegeprodukt herstellen. Leider ist es jedoch nur als Alternative zum Shampoo und nicht bei der Anwendung von Only Water geeignet, weil es die Fettschicht entfernt, was allerdings beim reinen Haarewaschen mit Wasser nicht das Ziel ist.

Probier es aus und lass es Dir gut gehen, Sina!

2 Gedanken zu „Trockenshampoo selber machen – Roggenmehl und Kakao statt Chemie“

  1. Hallo Sina,

    Ich finde deinen Blog sehr interessant. Ich möchte selbst gern auf Water Only umstellen. Allerdings ist es wirklich schwierig für mich, da ich meine Haare bisher täglich waschen musste, damit sie nicht fettig sind. Ich arbeite im Verkauf und habe täglich mit vielen Menschen zu tun, daher ist es mir wichtig, die Übergangsphase so unauffällig wie möglich durchzustehen. Du schreibst, dass Trocken-Shampoo nicht für die Umstellung auf Water Only geeignet ist, weil hier das Fett von der Kopfhaut aufgesaugt wird. Ich habe Maisstärke in den Händen verteilt und dann vorsichtig nur in die ersten 10cm Haar gestrichen. Ich habe versucht nichts auf die Kopfhaut kommen zu lassen. Mein Gedanke dahinter war der, das nur Fett vom Haar aufgesaugt wird, aber nicht von der Kopfhaut. So hoffe ich die erste schlimme Phase zu überstehen, bis sich die Talgproduktion einpendelt. Ich will das auch nur 1-2 mal pro Woche machen. Meinst du das klappt?

    Schöne Grüße, Bea

    1. Liebe Bea,

      vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Ich freue mich, wenn meine Seite Dir hilft.

      Ich finde, wenn Du mit No Poo startest, dann muss es zu Dir und Deinem Leben passen. Deshalb finde ich Deinen Weg sehr gut. Der Anfang ist natürlich immer schwer, weil die Haare die ständige Entfettung gewohnt sind. Für die Umstellung auf only water gibt es nicht nur den radikalen Weg, sonder man kann es natürlich auch langsamer angehen als ich es selber gemacht habe:) Erstmal die Kopfhaut von allen Produkten und Resten mit Natron entfernen. Mit der sauren Rinse spülen und die Haare fühlen sich meistens schön weich an. Anschließend ist eine milde Reinigung mit Roggenmehl oder einem Trockenshampoo gut. Dann kannst Du die Waschabstände vergrößern und irgendwann kommt der Punkt, wo Du es schaffst, nur noch mit Wasser zu waschen.

      Man braucht leider Geduld und manchmal musst Du experimentieren, bis es zu Dir passt. Aber Du hast schon einen großen Schritt gewagt, nur dass Du die Maisstärke verwendest 🙂 Mir haben in dieser Übergangsphase auch immer Frisuren und Haarbänder geholfen, dadurch waren die Haare etwas versteckt und sahen trotzdem ansehnlich aus.

      Ich hoffe ich konnte Dir helfen!

      Viele liebe Grüße, Sina

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