Die Haare nur mit Wasser waschen

Die Pflege unserer Haare ist und war uns Menschen schon immer besonders wichtig. Die Haare sind unser Aushängeschild und unterstreichen unsere Persönlichkeit. Kurze, lange, gelockte oder glatte Haare, für jeden Typen gibt es das passende Produkt in der Drogerie zu kaufen. Und haben wir Probleme mit Spliss oder Schuppen, auch dann brauchen wir nur das passende Produkt wählen und uns soll geholfen sein. 

Doch was ist in den Produkten alles drinnen und an welchen Tieren wurden diese getestet? Mich hat es immer ein wenig gewurmt, dass vor einigen Inhaltsstoffen in Shampoos gewarnt wurde, ich viel Plastikmüll produziere und Tiere zu Testzwecken leiden müssen.

Deshalb habe ich eine natürliche und wirksame Alternative gesucht und bin auf die No Poo – Only Water Methode gestoßen, bei der sich die Menschen ausschließlich die Haare mit Wasser waschen.

Jetzt fragst Du dich vielleicht auch “Die eigenen Haare nur mit Wasser waschen? Geht das überhaupt und ist das hygienisch?!

Deine Vorstellung von Menschen, die sich hauptsächlich mit Wasser waschen, ist mit Sicherheit ähnlich wie meine damalige Meinung.

Das ist doch ekelig. Menschen die sich NUR mit Wasser waschen, die stinken, haben fettige Haare und legen keinen Wert auf Hygiene!

Falsch gedacht!

Doch dem ist nicht so! Selber musste ich einen riesigen Berg von Überwindung bewältigen, um mich auf den Selbsttest einzulassen – hier kannst Du meinen Erfahrungsbericht nachlesen. Und ich kann Dir sagen, ich habe es bisher nicht bereut!

Denn es gibt einen Unterschied, ob man sich gepflegt und bewusst nur mit Wasser wäscht oder ob ein Mensch keine Lust auf Körperhygiene hat!

Der Hintergedanke

Warum soll man sich den Stress machen und seinen Körper erst an die reine Wasserwäsche gewöhnen, wenn Du doch in der Drogerie für jedes haarige Problem eine Lösung auf dem Tablet serviert bekommst. Spliss wird der gar aus gemacht. Schuppen, Haarausfall und Glanzlosigkeit soll es mit der Anwendung der richtigen Produkte nicht mehr geben.

Die Werbung hat unser Vertrauen und beeinflusst uns indirekt, wo auch immer wir sind. Und wer ist es nicht seit Kindertagen gewohnt sich schön einzuschäumen, um sich erst dann richtig sauber zu fühlen?!

Aber weißt Du eigentlich, was alles in den fertigen Produkten drinnen steckt? Und wer es vorher testen musste? Bedenken zu Silikonen, Tierversuchen und Co. werden in letzter Zeit immer lauter. Zwar denken die Menschen teilweise um, doch die Werbeindustrie passt sich an und nutzt daher das Umdenken wieder aktiv als Werbewerkzeug. Und weil wir Menschen eine bequeme Lösung wollen, kaufen wir wieder, was uns vorgelegt wird.

Mein Gedanke war, mich stückweise freier zu machen und über unsere Gesellschaft und die normalen Routinen in unserem Alltag nachzudenken. Ich möchte nicht alles hinnehmen, so wie ich es vorgesetzt bekomme, sondern ich möchte über den Tellerrand hinausschauen. Und dabei ist es so simpel bei der eigenen Pflege zu beginnen.

Haare waschen ohne Shampoo

Aber würdest Du auf die Idee kommen, Dir die Haare nur mit Wasser zu waschen und ganz auf Shampoo zu verzichten?

Nein?

Ich damals auch nicht, bis ich es ausprobiert habe! In mir schlummerte einfach der Gedanke und die Frage

Wie haben es die Menschen von damals gemacht?

Es ging doch früher ohne die Massen an Produkten und dem damit verursachenden Müll. Es ging ohne die ganze Industrie, die unsere Ressourcen aufbraucht und die Umwelt weiter verschmutzt? Aber die Frage ist wie?

Dabei ist die Lösung so einfach! Die Haare nur mit Wasser waschen!Du brauchst nichts kaufen, Du brauchst keine zusätzliche Zeit und Du kannst einfach loslegen.

Ist es nicht genial, wie einfach es sein kann?!

Darauf solltest Du Dich einstellen

Und damit Du nicht direkt am Anfang die Euphorie und den Mut verlierst, möchte ich Dir in 5 Schritten erklären, was auf Deinem Kopf passiert und wie die Umstellung abläuft.

1. Gewohnheiten aus der Kindheit

Wer kennt es nicht bereits aus den Kindheitstagen, dass der Kopf und der Körper schön mit Shampoo oder Seife eingeschäumt werden. Wir denken sogar, dass wir nur dann richtig sauber werden. Unser Körper hat sich daran gewöhnt und passt sich an die Gegebenheiten an.

2. Deine Kopfhaut ist es gewohnt stark entfettet zu werden

Mit unserem vorgegebenen Waschrhythmus hat sich unsere Haut abgefunden und reagiert naturgegeben auf die starke Entfettung durch unsere “Pflege”. In der Natur ist es vorgesehen, dass sich immer etwas Sebum um die Haare und Kopfhaut lagert – lies hier den Artikel zur Funktion von Kopfhaut und Haaren. Jedoch stören wir das körpereigene System mit unserem Eingreifen und er reagiert logischerweise mit der Produktion von Fett, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

3. Fettige Haare

Waschen wir uns also alle drei Tage die Haare, dann weiß das unser Körper und wir bekommen am vierten Tag langsam fettige Haare, weil unser Körper eine Überproduktion von Fett- und Talg herstellt. Er weiß ja bereits seit Jahren, dass er in diesem Rhythmus komplett entfettet wird und er den Normzustand wieder herstellen muss.

4. Die Umgewöhnung zu Beginn von No Poo – Only Water

Möchtest Du Deine Haare nach jahrzehntelanger Shampoowäsche auf einmal nur noch mit Wasser waschen, musst Du Deinem Körper ca. 8 – 1 2 Wochen Zeit geben, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Anfangs wirst Du leider mit fettigen Haaren herumlaufen, weil Dein Kopf nicht weiß, das er wieder auf natürliche Weise arbeiten darf. Er will natürlich für das Gleichgewicht sorgen und produziert viel Fett, weil eigentlich eine regelmäßige Entfettung stattfinden sollte. Nach ein paar Wochen wird er langsam merken, dass immernoch genügen Sebum zur Pflege auf dem Kopf vorhanden ist und die Produktion von Fett herunterfahren.

5. Ausdauer lohnt sich

Das wichtigste ist, dass Du nicht direkt aufgibst. Ja, es ist schwierig und ungewohnt aber Dein Körper wird es Dir danken. Die fettigen Haare sind nur zu Beginn sehr schlimm, bitte akzeptiere das und mach nicht den selben Fehler wie ich und erleide einen Shampoo-Rückfall. Das bringt Dein ganzes Schaffen wieder auf den Anfang zurück. Doch wenn Du eine gewisse Grenze geschafft hast und auch bereit für Experimente bist, dann wirst auch Du sehen, dass sich Deine Kopfhaut erholt und umstellt. Deine Haare werden immer besser aussehen und viele haarige Probleme lösen sich auf einmal von ganz alleine.

100 Bürstenstriche – Ohne geht es nicht

Haare bürsten mit Wildschweinborstenbürste

Ein absolutes Muss ist das regelmäßige Bürsten Deiner Haare.

Egal ob lang oder kurz die altbekannten 100 Bürstenstriche machen wieder Sinn!

Bei der No Poo Methode – egal ob mit gesunden Alternativen oder nur mit Wasser – geht wirklich nichts ohne das Haarebürsten. Die Talgschicht vom Haaransatz wird durch regelmäßiges und intensives Bürsten bis in die Haarspitzen verteilt. Dadurch hast Du immer einen leichtes Sebum als Schutz um Deine Haare.

Anfangs ist das Gefühl ungewohnt, jedoch hat diese natürliche Talgschicht eine besondere Schutzfunktion. Erstmal wird der Haaransatz nicht fettig, weil Du das Fett in die Längen verteilst oder ausbürstest. Damit hast Du einen natürlichen Schutz vor Sonne, Wind und Regen. Außerdem darf Dein Körper natürlich auf Haarprobleme reagieren. Schuppen, Spliss und Glanzlosigkeit werden beseitigt. Ohne Produkte und ohne weitere Experimente! Ist das nicht klasse?!

Die richtige Wahl der Bürste

Das Einzige, wo Du wirklich investieren solltest, ist in eine anständige Bürste – schau Dir hier meinen Artikel über verschiedene Bürsten an. Anfangs habe ich selber gedacht, dass ich doch wunderbar mit meiner vorhandenen Plastikbürste zurecht komme. Ich habe als oft und regelmäßig gebürstet aber richtig zufrieden war ich noch nicht.

Der Haartalg wurde nicht richtig transportiert und auch die Bürste selber sah immer schmutzig aus durch den Talg.

Empfehlung gefolgt und in eine Wildschweinborstenbürste investiert

Die Empfehlung von No Poo Erfahrenen war es, sich die Haare mit einer Wildschweinborstenbürste zu Kämmen. Die natürlichen Borsten sind nicht nur sanft zur Kopfhaut und glätten die Haarstruktur, sondern sie verteilen auch den Talg bis in die Haarspitzen. Außerdem sind die Wildschweinborsten dem menschlichem Haar sehr ähnlich, wodurch eine schonende Pflege möglich ist.

Meine Bedenken, dass die Borsten zu weich sein könnten für meine dickeren Haare, waren unbegründet. Ich habe seit Beginn der No Poo Methode keine Knötchen mehr in den Haaren und dadurch, dass ich von allen Seiten und in mehreren Schichten bürste, komme ich überall gut dran. Außerdem ist sie super für eine leichte Kopfmassage, wenn die Haut doch einmal juckt.

Hinsichtlich des höheren Preises für eine Wildschweinborstnbürste, habe ich am Anfang gezögert. Doch es handelt sich um ein Produkt, das wirklich hilft. Die Bürste ist natürlich und gibt Deinem Haar genau das, was es braucht. Nämlich Borsten, die den Talg anständig verteilen sowie die Kopfhaut und Haare schonen.

Wenn ich jetzt überleg wie viel ich vorher in Pflegeprodukte und Co. investiert habe? Das kannst Du alles einsparen, weil Du die beste Pflege überhaupt bekommst – Deine Körpereigene. Die neue Bürste hält außerdem ein lange Zeit und ist kein Vergleich zu den Kosten der Pflegeprodukte, die regelmäßig neu gekauft werden müssen.

Deine Belohnung

Schaffst Du den Anfang, hälst eine Weile durch und bleibst beim Haare waschen nur mit Wasser, dann wird Dein Köper es Dir danken und belohnen.

Freue Dich auf einen selbstbestimmten Körper, der Deinem Haar Glanz verleiht, Spliss vorbeugt und Schuppen lebewohl sagt.

Neben dem Einsparen von viel Geld, schonst Du außerdem die Umwelt. Schädliche Inhaltsstoffe kommen nicht mehr an Deinen Körper und um unnötige Tierversuche brauchst Du Dir keine Gedanken mehr zu machen.

Jetzt loslegen

Hab ich Dich überzeugt? Dann fang heute an und wasche Deine Haare ausschließlich mit Wasser und bürste mit einer Wildschweinborstenbürste.

Es ist kein großes Geheimnis, keine große Umstellung und so simpel, sodass Du Dich jetzt an das Experiment heranwagen solltest. Tu Dir und Deinem Köper einen gefallen und fang an auf ihn zu hören.

Traust Du Dich vielleicht noch nicht richtig, dann ist vielleicht eine gesunde Alternative etwas für Dich. Lies Dir hier meine Berichte über das Haarewaschen mit Natron und mit Roggenmehl durch.  Ich bin mir sicher, dass es auch für Dich und Deine Haare eine ganz individuelle und natürliche Lösung gib.

Lasse es Dir gut gehen, Sina

 

12 Gedanken zu „Die Haare nur mit Wasser waschen“

  1. Liebe Sina,
    ich hab mein ganzes Leben kaum oder wenig Seife verwendet, weil ich sie nie vertragen habe…
    allerdiings habe ich gerade eben mit dem Seifen sieden begonnen – weil ich mir dachte, da kann ich vlt eine milde Seife schaffen, die mir gut tut – und witziger Weise, kam ich so wieder zu no poo…
    na, das eine muß dem anderen ja nicht wiedersprechen!
    Ich werds ausprobieren mit nur Wasser meine Haare zu waschen – bin ir sicher, dass es gut geht und meine Kopfhaut sich freuen wird… die Haare auch!
    Liebe Grüße
    Hedi

    1. Liebe Hedi,
      ich kann definitiv bestätigen, dass die Haare und Kopfhaut sich freuen über No Poo:) Ich bin nach Monaten immer noch total begeistert, dass die Pflege doch so einfach und gesund sein kann. Und Seife benötigt man doch trotzdem immer (beim Händewaschen), an das Seifesieden werde ich mich auch noch trauen.
      Alles Gute
      Sina

  2. Gerne möchte ich mit einer Fehlinformation aufräumen.

    Deiner Aussage: “Waschen wir uns also alle drei Tage die Haare, dann weiß das unser Körper und wir bekommen am vierten Tag langsam fettige Haare, …. Er weiß ja bereits seit Jahren, dass er in diesem Rhythmus komplett entfettet wird und er den Normzustand wieder herstellen muss”. – stimme ich nicht zu.

    Ich habe grundsätzlich am 2ten Tag fettige Haare. Seit meiner Kindheit. Gewaschen wurde 1x die Woche oder seltener. Ich lief dann mit fettigen Haaren durch die Gegend. Mit 11 Jahren begann ich das Fett mit täglicher Haarwäsche zu entfernen. Grund: Ich bekam ein Körpergefühl und spürte das Fett am Kopf. Als Kind habe ich das nicht gespürt.

    Mit 44 J. hatte ich zur täglichen Haarwäsche keine Lust mehr und wusch nur noch alle 2 dann, 3 Tage. Mittlerweile wasche ich alle 5 Tage und laufe davon 4 Tage mit fettigem Haar herum. Die Haare sind dann ab den 3ten Tag bis zu den Schultern durchgefettet. Haare hören nicht auf zu fetten, nur weil man die Intervalle der Haarwäschen verlängert!

    Ich wasche übrigens mit Roggenmehl. Seife habe ich noch nie verwendet (meine Eltern haben mich nie kontrolliert) und auch Baden tue ich mit ‘nur Wasser’, seit der Kindheit. Die durchgefetteten Haare kaschiere ich bestmöglich mit toupieren und stecke das Haar mit einer Spange hoch.

    Only water funktioniert logischer Weise auch nicht. Das Haar wird, außer das es durch das Fett zum einen fettig und durch Zugabe von Wasser dann im Anschluss wachsig ist, auf längere Sicht pappig, talgig-steif und durch das weitere Nachfetten und wiederholtem Wasserkontakt noch mehr talgig-steif, da sich das Sebum mit Wasser eben nicht entfernen lässt.

    Dir alles Gute,
    Besten Gruß, Katja

    1. Liebe Katja,

      ganz lieben Dank für Deine Sicht und Deine Erfahrung.

      Natürlich muss meine Erfahrung nicht bei jedem gleich sein. Aber vom Prinzip denke ich, dass es bei den Meisten funktioniert. Es spielen sicherlich auch die Ernährung und mögliche Krankheiten eine wichtige Rolle, denn der Körper scheidet über die Kopfhaut die Giftstoffe aus. Ich möchte es nicht auf Dich beziehen, weil ich es natürlich nicht beurteilen kann. Aber gerne gebe ich es als kleinen Gedankenanstoß für Mitleser, wenn die beschriebenen Alternativen oder “water only Methode” nicht den erhofften Erfolg zeigen.

      Mittlerweile wasche ich seit einem Jahr mit Wasser und ich finde, dass sich die Haare sogar noch etwas besser an die Methode gewöhnt haben. Jedoch hatte ich auch noch nie mit sehr schlimm fettenden Haaren zu tun, außer in der Anfangszeit. Super finde ich, dass Du zu einer natürlichen Alternative greifst. Das empfehle ich auch gerne, wenn die “water only Methode” nicht das Richtige für jemanden ist.

      Ich wünsche Dir alles Liebe
      Viele Grüße, Sina

  3. Liebe Sina,
    ich möchte Dir danken für Deine tolle Seite und Deine Anregungen! Bitte mach weiter so!!
    Seit einem Jahr wasche ich meine Haare nur noch mit Lavaerde und spüle mit “selbstgemachtem”! Apfelessig nach.
    Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht; vorher hatte ich dauernde Kopfhautprobleme mit Schuppen, Juckreiz, Trockenheit.
    Meine Haare bürste ich mindestens 2mal täglich mit einer Wildschweinbürste; alles ist gut.
    Ich traue mich jetzt an den nächsten Schritt, und werde die Methode nur mit Wasser ausprobieren.
    Zähneputzen funktioniert bei mir übrigens super mit Kokosöl, Birkenzucker und etwas Orangenöl.
    Leider kann ich mir das Kaffeetrinken noch nicht abgewöhnen; vielleicht kommt das noch.
    Ich versuche auch, vollwertiger zu essen, da ich an Arthrose und anderen Wehwehchen erkrankt bin (Komme aus der Altenpflege).
    Meinem Körper geht es seitdem besser.
    Danke fürs Lesen,
    viele liebe Grüße
    Elisabeth

    1. Vielen lieben Danke für Deine lieben Kommentare und Dein Lob 🙂 Meine Zahnpaster mache ich ebenfalls mit Kokosöl und Birkenzucker/Xylit. Manchmal ergänze ich noch mit Natron oder Heilerde. Anbei hilft Natron in Wasser gelöst (Mundspülung) prima bei Zahnschmerzen, kann ich aus Erfahrung berichten.

      Das Du Dich gesund ernährst ist immer sehr gut und perfekt bei Krankheiten und natürlich auch für Deine Kopfhaut/Haare. Umso weniger Giftstoffe über die Haust ausgeleitet werden, umso weniger landet auch auf der Kopfhaut 🙂

      Ich arbeite auch auf Hochtouren an meiner Ernährung aber es ist gar nicht immer so leicht, bei den ganzen Verführungen im Supermarkt und leider sind unsere “guten” Lebensmittel auch stark beeinflusst, sodass sie nicht mehr den Nährwert bringen, den sie sollten. Es ist wirklich sehr komplex und erfordert viel Initiative um sich vollständig mit dem Thema zu befassen.

      Und zum Thema Kaffee, wusstest Du, dass Du den Kaffeesatz super zur Hautpflege und anderen Dingen verwenden kannst?! Koffein regt das Haarwachstum an, lindert müde Augen und wird gegen Cellulite eingesetzt. Für die Hautpflege kannst Du einfach getrockneten Kaffeesatz mit etwas Kokosöl mischen und unter die Augen/Haut auftragen. Im Garten mische ich Ihn immer unter die Blumenerde, da er ein prima Dünger ist. Er soll sogar Schnecken fern halten. Gegen schlechte Gerüche mache ich kleine Kaffeesäckchen. Den habe ich zum Beispiel in meinem neuen Gebrauchtwagen, wo geraucht wurde und er hat den Geruch wirklich gut wegbekommen. Flöhe mögen den Geruch wohl auch nicht. Damit Du nicht nur ein schlechtes Gefühl beim Kaffee trinken hast, nutze einfach die positiven Wirkungen 😉

      Ganz liebe Grüße
      Sina

  4. Liebe Sina,
    seit einem Jahr wasche ich meine Haare nur noch mit Lavaerde und spüle mit selbstgemachtem Apfelessig nach. Ich habe seitdem keinerlei Kopfhautprobleme mehr.
    Die Methode, die Haare nur noch mit Wasser zu waschen, finde ich sehr gut; werde sie ganz bestimmt probieren.
    Viele liebe Grüße
    Elisabeth

    1. Liebe Elisabeth,

      es ist immer einen Versuch wert 🙂 Aber es ist bereits klasse, dass Du Deine Haare nur mit Lavaerde und Apfelessig wäscht. Zum Thema Lavaerde habe ich auch bereits einen Artikel vorbereitet, weil ich es eine tolle Alternative finde und sehr viel Anwender damit zufrieden sind.

      Ganz liebe Grüße
      Sina

  5. Hallo liebe Sina.
    Ich habe Deinen Bericht mit großem Interesse gelesen. Ein paar Fragen sind mir nich unbeantwortet geblieben. Die wären:
    Benötigt man beim Waschen nur mit Wasser trotzdem noch Haarkuren?
    Funktoniert das auch bei lockigem Haar? Denn die Haarstruktur soll bei lockigem Haar ja anders beschaffen sein.
    Hast du gefärbte Haare? Kann man trotz Waschen nur mit Wasser Pflanzenhaarfarbe anwenden?
    Meine Haarspitzen sind sehr trocken und verknoten gerne. Sie sind noch der Rest mit Chemiefarbe Ausserdem sind meine Haare Hormon/Schilddrüsen beschädigt. Kann das Waschen nur mit Wasser da eine Verbesserung schaffen?
    Ich habe viele Haare und meinen Kampf mit der Wildschweinbürste zur Kopfhaut vorzudringen. Hast du da einen Rat für mich?

    Ganz liebe Grüße,
    Astrid.

    1. Hallo Astrid,

      gerne versuche ich Deine Fragen zu beantworten 🙂

      Haarkuren würde ich nicht empfehlen, weil sie auch chemisch zusammengesetzt sind. Eigentlich hast Du mit dem körpereigenem Sebum von Deiner Kopfhaut, bereits die beste Pflege für Deine Haare. Wichtig ist, es bis in die Spitzen zu verteilen, damit diese nicht zu trocken werden. Bei Deinen dickeren und lockigen Haaren würde ich es so versuchen noch im nassen Zustand die Haare gut mit dem Locken-Kamm zu entknoten und dann die Haare vom Nacken partieweise mit der Wildschweinborstenbürste vom Ansatz bis in die Spitzen zu bürsten. Und dann erst trocknen, damit Deine Locken ihre Sprungkraft bekommen.

      Wenn Deine Spitzen trotzdem zu trocken sind, dann könntest Du wenig Kokosöl in den Händen verteilen und in die Spitzen kneten. Bitte erst ganz wenig nehmen, damit die Haare nicht fettig werden, denn das lässt sich nur mit Wasser schwer raus bekommen.

      Das Haarefärben an sich ist kein Problem, denn wenn Du nur mit Wasser wäscht passiert nichts 🙂 Nur bei der Anwendung von Natron, sauren Rinsen (Apfelessig und Zitronensäure) und evtl. Kamille solltest Du vorsichtig sein, denn diese könnten sich auch auf die Farbe auswirken. An sich wäre eine Apfelessig-Spülung natürlich ganz praktisch, vor allem weil Du die Haarkuren gewohnt bist, denn sie glättet die Schuppenschicht der Haare und macht sie weicher. Aber da muss vorher wirklich getestet werden, ob es sich nicht auf die Pflanzen-Haarfarbe auswirkt.

      Wenn Du Probleme mit den Hormonen/Schilddrüse hast, dann denke ich, dass es aufjedenfall sinnvoll ist auf chemische Produkte zu verzichten. Denn dadurch entlastest Du Deinen Körper schonmal ein wenig. Was auch hilft ist, den Körper von innen zu reinigen und zu entgiften, gerade wenn schon Probleme vorhanden sind. Das und auch eine gesunde, nachhaltige Ernährung wirken sich unter anderem auch gut auf die Kopfhaut und Haare aus. So weniger Giftstoffe der Körper durch die Hautporen abgeben muss, umso weniger landet auch auf der Kopfhaut.

      Ach, und meine Haare sind nicht gefärbt 🙂

      Hoffentlich konnte ich Deine Fragen hilfreich beantworten, ansonsten kannst Du gerne nochmal schreiben 🙂 Ich freue mich auch über Deine Rückmeldung und Erfahrungen.

      Ganz liebe Grüße
      Sina

  6. Liebe Sina,

    ich bin vor gut drei Wochen auf deine Seite gestoßen und wasche meine Haare seit ca. zwei Wochen nur noch mit Wasser (plus eine saure Rinse mit Apfelessig nach dem Waschen).

    Ich bin jetzt einfach schon total begeistert! Ich habe meine Haare jetzt seit ca. zwei Jahren entweder mit silikonfreien Shampoos oder alternativen Methoden wie Natron, Heilerde oder Haarseifen gewaschen. Gewechselt hatte ich, weil ich ständig Kopfhautprobleme (Jucken, Schuppen etc.) hatte. Die wurden zwar besser aber so richtig gut war es trotzdem nicht. Schließlich bin ich bei einem silikonfreien Shampoo von Sante hängen geblieben, aber vor ein paar Wochen gingen die Probleme wieder los. Beim Googlen habe ich dann deine Seite gefunden und mich entschlossen, die Haarwäsche mit Wasser einfach mal zu versuchen.

    Zunächst einmal war ich erstaunt wie sauber die Haare wurden, ich hatte wirklich mit schlimmeren gerechnet. Sie fühlte sich noch etwas wachsig an, sahen aber nicht wirklich fettig aus. Bis zur nächsten Haarwäsche wurden sie dann zwar ordentlich fettig, aber darauf hatte ich mich eingestellt. Das Bürsten mit einer Wildschweinborstenbürste macht wirklich etwas aus! Danach sehen die Haare immer direkt besser aus und man merkt wirklich, dass das Sebum in die Länge verteilt wird und pflegt.
    Ich habe meine Haare zwei Mal in der Woche gewaschen und nach 14 Tagen waren sie auf einmal richtig gut! Nach dem Waschen gar nicht mehr fettig und das hielt gut 2-3 Tage an. Und selbst dann waren sie nach ordentlichem Bürsten wieder vorzeigbar.
    Und meine Kopfhaut ist mega begeistert! Keine Schuppen, kein Jucken, das war genau das Richtige für mich!
    Ich denke meine lange Vorlaufzeit mit alternativen Haarwaschmethoden hat zu der schnellen Umstellung beigetragen und vielleicht kommt auch nochmal ein Rückfall, aber gerade bin ich total glücklich! Ich hoffe, dass dann auf lange Sicht eine Haarwäsche pro Woche reicht.

    Das wollte ich einfach mal mitteilen und vielleicht anderen Mut machen, es auch mal zu versuchen:)
    Danke für deine tolle Seite und die guten Beschreibungen, die haben mich zur Umstellung motiviert:)

    Liebe Grüße,
    Lisa

    1. Liebe Lisa,

      vielen, vielen Dank für Deine super Rückmeldung und dass Du uns Deine Erfahrungen mitgeteilt hast. Das motiviert auch sicherlich noch andere Leser, sich der Herausforderung zu stellen 🙂

      Ganz herzliche Grüße
      Sina

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