No-Poo bei den Kindern

Wenn Du Dich selber nur noch mit Wasser wäscht oder diese Möglichkeit in Betracht ziehst, dann fragst Du Dich Möglicherweise auch, wie es mit No-Poo bei den Kindern abläuft. Bereits die Baby- und Kinderabteilung in jeder Drogerie ist voll mit Pflegeprodukten und Badespaß-Artikeln. Und man denkt, dass man von allem etwas zuhaue haben muss, damit bereits die Kleinsten richtig sauber werden.

Meinem Baby soll es an nichts fehlen

In meiner ersten Schwangerschaft habe ich für mein Baby alles, wirklich alles gekauft, was es auf dem Markt gibt. Meinem Baby sollte es an nichts fehlen und es sollte schön sauber sein, besonders nach einer vollen Windel.

Mit zwei Jahren hatte mein Sohn eine Phase erreicht, dass er kein Shampoo mehr benutzen wollte. Es brannte in den Augen und er wollte es einfach nicht mehr. Als damalige Überzeugte Shampoo-Benutzerin, war es ein Kampf und mein Mann musste immer wieder tricksen. Nicht selten gab ich auf und habe ihn einfach gelassen und „nur“ mit Wasser gewaschen.

Bis ich eines Tages über einen Blog-Artikel gestolpert bin, indem geschrieben stand, dass in Kindershampoos ein Zusatz enthalten ist, der die Kinderaugen leicht betäubt, damit das Shampoo nicht in den Augen brennt! (Einen sehr interessanten Artikel findest Du auf anstattdessen.de)

Das war natürlich eine großer Schupps, mich richtig mit dem Thema auseinander zu setzten. Wer will sein Kind schon bewusst bei jeder Haarwäsche leicht betäuben?! Also habe ich mich informiert, mir Gedanken gemacht und das Verhalten meines Kindes analysiert. Noch schwanger mit dem zweiten Kind und im eigenen Wandel begriff ich, dass Shampoo besonders für meine Kinder nicht notwendig war.

No Poo – Only Water bei Kindern macht Sinn

Die Babys kommen bereits mit einer pflegenden, weißen Schicht auf die Welt. Sie schützt sie vor den direkt einwirkenden Einflüssen und pflegt die Haut. Anfangs ist die Katzenwäsche bei Neugeborenen mit Wasser und Waschlappen noch in Ordnung aber spätestens Zuhause wird sich den Pflegeprodukten hingegeben.

Dabei ist das entfetten und einseifen gar nicht notwendig. Das körpereigene System der Babys und Kinder wird aus dem Gleichgewicht geworfen, damit der Körper sich einem vorgegebenen Waschrhythmus anpasst. Bis zum Lebensende gibt es für jedes Alter und jedes Problem die passende Pflege für Kopfhaut und Haare. Aber wer hat hier wirklich etwas davon, sind unsere Kinder so verdreckt, dass unser Wasser nicht reicht?

Nein, denn Kinder haben noch nicht alle Schweiß- und Talgdrüsen in Gebrauch. Sie schwitzen zwar aber unter den Achseln und in der Intimzone arbeiten die Drüsen noch nicht. Deswegen riechen Babys und Kinder auch nie nach Schweiß und auf dem Kopf kommt es auch nicht zu fettigen Haaren.

Deshalb ist es nicht nötig seine Kinder mit chemischen Mitteln zu reinigen. Kinder werden, auch wenn sie sich im Matsch suhlen, sehr gut mit Wasser und Waschlappen sauber.

Soll es doch mal etwas drauf geben?

Meine Kinder dürfen sich gerne mal mit Roggenmehl waschen. Es reinigt und pflegt Kopfhaut, Haare und Körper. Dabei können sie sich einmal richtig einmatschen aber werden doch sauber.

Landet einmal Creme oder Öl in den Haaren der Kinder, dann schafft Wasser alleine das nicht. Dann greife ich zu einer milden Natronwäsche und spüle mit Apfelessig nach. Hier kannst Du die Menge schön nach Deinem Bedarf selber bestimmen. Die Haare werden vom Fett befreit und wieder weich gemacht. Dabei sind die Mittel natürlich, immer im Haushalt vorhanden und schnell zubereitet. Aufpassen muss Du hier in jedem Fall, dass nichts in den Augen landet.

Haare bürsten

Wie bei jeder Anwendung von No-Poo, ist das Haarebürsten sehr wichtig. Bei Babys und Kindern liegt der Schwerpunkt nicht auf der Verteilung des Sebum, weil es kaum vorkommt, sondern in dem Entfernen von möglichem Milchschorf und dem Ausbürsten von Schmutz.

Die Haarbürste

Baby- und Kinderkopfhaut benötigt weiche Borsten, damit die Haut nicht gereizt wird und sanft gepflegt werden kann. Natürliche Borsten und Griffe aus Holz schonen unsere Umwelt und sind frei von Schadstoffen. Ich habe drei Bürsten für Euch herausgesucht, die für mich selber auch in Frage kommen würden. Der Link führt zu Amazon, wo ihr Euch die Produkte genauer ansehen könnt.

Die mit dem Ziegenhaar
Die kleine Bürste aus Ziegenhaar gibt es für  EUR 4,99 * von der Reer. Sie ist aus Naturholz und in Deutschland hergestellt. Die Naturbürste ist frei von Schadstoffen und Phthalaten. Außerdem sind die Borsten besonders weich und pflegen die Kopfhaut sanft. 

Die mit dem Rosshaar

Die Naturhaarbürste mit Rosshaar ist besonders für Babys mit dichten Haaren und als Nachfolger ein Ziegenhaarbürste geeignet. Sie entfernt sanft abgelösten Milchschorf und Kopfbelag. Der Griff ist aus Buche, die nachhaltig angebaut ist. Für  EUR 9,99 * kannst Du die Bürste von Grünspecht kaufen.

Die mit den Schweineborsten

Für die Kleinsten gibt es eine Bürste mit weichen Schweineborsten. Das Holz ist aus Birnbaum und es gibt sieben Borstenreihen. Der Hersteller kommt aus Deutschland. Für EUR 19,10 * bekommst Du die Bürste von NaturPur.

 

 

Mein Fazit

An meine Kinder kommt nur noch Wasser und manchmal Roggenmehl. Sie sind immer sauber, riechen nicht und sind glücklich, dass sie nie brennende Augen vom Shampoo haben müssen. Ich bereue sogar, dass ich anfangs meinen Sohn zum waschen mit Shampoo gezwungen habe und ich nicht seine Bedürfnisse erkannt habe. Beim zweiten Kind war ich entspannter und jetzt sehr froh.

Die kleinen Körper brauchen nicht lange, um sich wieder ihrem natürlichem Rhythmus hinzugeben. Sie dürfen somit mehrere Jahr tun was sie brauchen. Spannend wird es in der Pubertät, wenn die Hormone und Schweißdrüsen verrückt spielen. Dann gibt es von allem zuviel und der Körper muss erst wieder zu sich finden. Ich hoffe, dass ich meinen Kindern die gesunden Alternativen näher bringen kann. Aber am Ende liegt die Entscheidung bei ihnen!

Alles Liebe, Sina!

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