Meine Erfahrung mit No Poo

Haare nur mit Wasser waschen?!

Vor einiger Zeit konnte ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen meine eigenen Haare nur mit Wasser zu waschen. Shampoo, Spülung und Co. waren mindesten alle zwei Tage mein Pflichtprogramm. Ich liebte den herrlichen Duft, den Schaum auf dem Kopf und das leichte Haar nach dem Trocknen. Es fühlt sich seit Kindheitstagen eben erst richtig sauber an, wenn man schön eingeschäumt von Kopf bis Fuß war. 

Und auch während meiner Ausbildung zur Drogistin habe ich die ganze Palette der Vorteile, die die Produkte aus einer Drogerie zu bieten haben, verinnerlicht bekommen.  Es gibt wohl kaum ein Problem, was was nicht gelöst werden kann, wenn man das richtige Produkt kauft. Und wenn es doch nicht hilft – ja dann muss man weiter testen, dann hat es ausgerechnet bei DIR nicht geholfen 😉

Mit dieser gesellschaftlichen Meinung und meinem angepassten Verhalten, habe ich natürlich jahrelang gemacht, was Mama und Werbung mir vorgegeben haben. Wird schon stimmen und seine Richtigkeit haben…?!

Doch wenn da nicht diese kleine Stimme in mir wäre…

…die mich schon seit langer Zeit immer wieder fragt

Wie haben die Menschen es eigentlich damals gemacht – Ohne Auto, ohne riesen Villa, ohne Schminke und ohne Beauty-Produkte?

Und da ich seit Jahren immer wieder mit unerklärlichen Ausschlägen zu tun habe, hat es mich gereizt neues herauszufinden und darüber nachzudenken, was ich ganzheitlich für mich verändern kann. Zunächst habe ich angefangen meine eigenen Cremes zu rühren. Mittlerweile halte ich es wie viele und lasse nichts an meine Haut, was ich nicht auch essen würde.

Somit mache ich mir auch immer mehr gedanken zu den Inhaltsstoffen in unseren Produkten. Und da lag es nicht fern, das ich auch über mein Shampoo nachdenke. Erst habe ich nur auf unnötige Silikone verzichtet.

Die No Poo Methode

Und beim immer tiefer gehen in dieses Materie habe ich beim recherchieren und Blogs lesen die No Poo Methode entdeckt.

Anfangs war ich enorm skeptisch. Die Vorstellung, dass Menschen KEIN Shampoo benutzen, sondern NUR Wasser, hat in mir schon puren Eckel hervorgerufen. Für mich waren das Mensche, die einfach unhygienisch sind, dreckig leben und in ihrer eigenen Hippie-Öko-Welt leben.

Wie soll das Haar sauber werden?!

Wie soll man nur mit Wasser den Dreck heraus bekommen, fangen die Haare nicht an zu stinken und sehen sie nicht absolut fettig aus?

Ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, wie sich der Talg lösen soll. Denn er ist nicht wasserlöslich. Und aus der Skepsis heraus, habe ich mich erstmal nach Alternativen umgesehen. Auf einen Versuch habe ich mich neben der Möglichkeit von Natron, Lavaerde, Roggenmehl, Heilerde und Seifenkraut, auf eine Alepposeife, die rein auf Olivenölbasis basiert entschieden.

Ich konnte mich weiterhin einseifen und musste nicht auf das gewohnte Gefühl der Sauberkeit verzichten. Nach ein paar Wochen habe ich mich an die Umstellung gewöhnt aber ich mochte das Gefühl der Seifen nicht in meinen Haaren. Es fühlte sich richtig komisch an und meine langen Haare waren schwer zu bürsten.

Auf einen Versuch ankommen lassen

Und jetzt stand ich wieder vor der Entscheidung, was ich bloß machen sollte. Die Seife wollte ich nicht weiter probieren und die alternativen Methoden überzeugten mich nicht zu 100%.

Auf Blogs, Youtube und in Erfahrungsberichten habe ich immer häufiger gelesen, dass die Only-Water-Methode wirklich toll ankommt und viele Probleme mit den Haare gelöst hat. Überzeugt haben mich außerdem die tollen Fotos mit richtig schön gepflegt aussehenden Haaren. Nachdem ich mir noch ein paar Informationen zu den Aufgaben unseres Talgs, dem körperlichen Gleichgewicht und unseren Haaren eingeholt hatte, hatte ich eine Entscheidung getroffen. Ich gehen aufs Ganze und starte mit der No-Poo-Methode – entweder alles oder nichts!

Aller Anfang ist schwer

In den ersten Tagen und Wochen sahen meine Haare wirklich schrecklich aus. Ich wusste, das mein Körper ca. 8 -12 Wochen für die Umstellung benötigte und erst dann die Talgproduktion reguliert ist. Aber wenn man den Versuch startet und dann im Spiegel das Ergebnis sieht, wo die schönen langen Haare fettig und komisch aussehen, dann verliert man schnell den Mut.

In diesem Zustand habe ich einen Rückfall erlitten und meine Haare mit Shampoo gewaschen. Doch ich habe mich nicht ansatzweise besser gefühlt. Im Gegenteil, ich war sauer auf mich, dass ich es nicht geschafft habe die 12 Wochen abzuwarten!

Aus dem Frust heraus habe ich mit eisernem Willen wieder bei Null angefangen und alle restlichen Shampoo Flaschen in den Schrank und Sporttasche meines Mannes verfrachtet, damit sie nicht in greifbarer Nähe unter der Dusche waren.

Glücklich ohne Shampoo

Einige Tage und Wochen habe ich wirklich mit eisernem Willen durchgehalten und ich merkte, eine Verbesserung der Haare. Die Talgproduktion reduzierte sich und die Haare fühlten sich immer besser an. Es war noch nicht perfekt und ich rettete mein Aussehen mit Hochsteckfrisuren und selbstgemachtem Haarspray aber es wurde besser.

Nicht mehr ohne meine Bürste

In der Zeit habe ich festgestellt, dass das Bürsten das überhaupt wichtigste ist und das es auf die Bürste selber ankommt! Angangs habe ich noch mit meiner Plastikbürste meine Haare schön gekämmt, doch der Talg klebte immer direkt an den Borsten und das Ergebnis war nicht überzeugend.

Also habe ich den Rat Vieler befolgt und mir eine Wildschweinborstenbürste zugelegt. In der Kombination mit der neuen Bürste und einem intensiven bürsten der Haare, konnte sich das Ergebnis immer besser sehen lassen.

Der Haaransatz war nicht mehr fettig, weil sich der Talg auf die Länge verteilt hat, das Bürsten ist viel angenehmer und feinste Schmutzpartikel lassen sich problemlos entfernen. Außerdem finde ich die Reinigung der Wildscheinborstenbürste viel angenehmer.

Die altbekannten 100 Bürstenstriche ergeben nun auch wieder ihren Sinn. Wenn ich meine Haare von allen Seiten bürste, dann glänzen sie wunderschön, als wenn ich mein früher geliebtes Glanz-Shampoo genutzt hätte.

Für gesundes und glänzendes Haar benutze ich nur zwischendurch eine Apfelessig-Wasser-Spülung. Dazu verdünne ich einfach meinen selbstgemachten Apfelessig mit Wasser und massiere ihn auf der Kopfhaut ein. Nach kurzer Einwirkzeit spüle ich die Pflege wieder aus. Das soll ebenfalls bei juckender Kopfhaut helfen.

Meine neue Routine

Mit meinem Durchhaltevermögen und einer neuen Bürste habe ich den Durchbruch geschafft. Mittlerweile wasche ich meine Haare 1 – 2 pro Woche mit klarem Wasser. Manchmal verwende ich einen Waschlappen, der eventuell etwas Talg aufnimmt. Die Apfelessig-Spülung nehme ich nur sehr selten, wenn ich gerade einmal lust dazu habe, denn meine Haare fühlen sich auch so super an und glänzen schön.

Nach dem Duschen, Morgens und Abends bürste ich meine Haare von allen Seiten- Kopfüber, Seitlich und den Scheitel. Dabei ziehe ich die Borsten immer bis in die Spitzen, um den Talg gut zu verteilen. Als Festiger bzw. Haarspray verwende ich zwischendurch Honig- oder Zuckerwasser, wobei das seit der Umstellung kaum noch nötig ist, weil die Haare nicht mehr fliegen.

Und natürlich ein weiterer wichtiger Punkt, meine Haare stinken nicht. Sie riechen nicht übermäßig, sondern leicht natürlich – eine andere Beschreibung fällt mir nicht ein

Die Veränderung & die Vorteile

Viele Menschen fragen sich zurecht

Warum soll man sich nur mit Wasser die Haare waschen – Welcher Sinn und Zweck steckt dahinter?

Meiner Meinung nach, gibt es einige sehr gute Gründe sich zumindest einmal Gedanken zum herkömmlichem Haarewaschen zu machen.

Zunächst wissen wir in der Regel nicht genau, was in unserem herkömmlichen Shampoo alles drin ist. Die Begriffe auf den Verpackungen hinterlassen bei uns nur Fragezeichen. Ob sie Schuld an vielen Ausschlägen und Allergien sind, werden wir niemals genau sagen können. Außerdem werden viele Produkte oder Inhaltsstoffe vorher an unschuldigen Tieren getestet.

Verzichten wir stattdessen auf diese Produkte, dann tun wir nicht nur etwas für unseren Körper und unschuldigen Tieren, sondern wir sparen viel Geld und noch wichtiger, wir schonen unsere Umwelt vor noch mehr Müll.

Weil ich es der Umwelt, den Tieren und mir Wert bin!

Die positiven Veränderungen an Kopfhaut und Haar sprechen ebenfalls für sich. Unser Körper ist eigentlich ein klasse Maschine, die viele Störungen und Fehler selber beheben kann. Leider greifen wir viel zu oft unnatürlich dabei ein und machen die Probleme dadurch erst richtig groß.

Lassen wir hingegen unsere Kopfhaut selber arbeiten und entfetten sie nicht mit zu starkem Shampoo, dann entwickelt sie ihren eigenen Rhythmus. Sie weiß aufeinmal genau, wie viel Talg produziert werden muss, um ein Gleichgewicht herzustellen.

Der Spliss ist seitdem bei mir besser geworden und meine Haare sind fest, griffig und wiederstandsfähig. Sie lassen sich sehr gut bändigen und ich habe nicht mehr viele fliegende Haare. Sodass ich auch nicht mehr das Gefühl habe, Unmengen an Haarspray verwenden zu müssen und wenn dann verwende ich meine eigene Honig oder Zuckermischung.

Durch das intensive Bürsten legt sich die feine Schutzschicht an Talg um die Haare, wodurch die Haare wunderschönen Glanz bekommen und dem Spliss vorbeugen. Die Haare sind natürlich vor äußeren Einflüssen, wie der Sonnenstrahlung, geschützt.

Gibt es auch was zu meckern?

Und weil wir immer etwas zum Meckern brauchen, habe ich natürlich auch negative Punkte bei der No Poo Methode gefunden.

Es gibt immer eine Schattenseite – aber die ist halb so wild

Die Umstellung dauert gefühlt eine Ewigkeit, besonders wenn man erst am Anfang steht und die Haare wirklich nicht ansehnlich sind. Doch wenn man 12 Wochen überstanden hat, dann bekommt man die Belohnung.

Neben der längeren Umstellung ist es halt auch Pflicht die Haare intensiv zu bürsten und sich die Zeit 1 – 2 mal am Tag zu nehmen und wirklich die 100 Borstenstriche durchzuführen, besonders bei längerem Haar.

Und der letzte Punkt ist die Reinigung der Bürste. Es befindet sich immer Talg zwischen den Borsten, weil Du ihn ja auch bis zu zweimal täglich im Haar verteilst. Dadurch muss man viel öfter als vorher die Borsten der Bürste reinigen. Was ich aber problemlos bei der Wildschweinborstenbürste finde, im Gegensatz zu meiner vorher genutzten Plastikbürste.

Mein langer und ausführlicher Erfahrungsbericht konnte Dir hoffentlich das Thema etwas näher bringen und ich hoffe das ich Dir zum Thema No Poo wirklich weiterhelfen konnte.

Lass es Dir gut gehen!

Sina

19 Gedanken zu „Meine Erfahrung mit No Poo“

    1. Dadurch, dass die Bürste schnell mit überschüssigen Talg besetzt ist, bürste ich mit meiner alten härteren Haarbürste die Partikel raus. Wenn das nicht mehr reicht, dann nehme ich eine Naturseife und löse das Fett/Schmutz und wasche mit Wasser aus. Nebenbei Bürste ich dann nochmal alles raus. Das geht natürlich auch mit speziellen Reinigungsbürsten. Die nasse Bürste lege ich mit den Borsten noch unten auf ein Tuch und am nächsten Morgen ist sie wieder trocken. Zur Pflege des Holzgriffs kann man diesen auch mal leicht mit Kokosöl einreiben.

      Alles Gute
      Sina

  1. Hallo Sina,

    ich bin jetzt seit ca 1 Woche mit Water Only unterwegs und frage mich, ob ich direkt von Anfang an die Waschabstände kontrollieren soll oder einfach nach Gefühl waschen soll?

    Im Moment hätte ich ca jeden 3. Tag das Bedürfnis, meine Haare mit Wasser zu waschen. Eigentlich würde ich langfristig aber lieber auf einen längeren Rhythmus kommen und in der Zwischenzeit nur bürsten.

    Wie sind deine Erfahrungen dazu?

    1. Hallo Melanie,

      ich selber wasche meine Haare heute nach Bedarf. Ich habe zu Beginn etwas öfter meine Haare gewaschen, weil das Gefühl am Anfang ganz anders war – ohne Shampoo und dann der leichte Film auf der Kopfhaut. Aber mit der Zeit haben sich die Waschabstände automatisch verlängert. Obwohl ich bei meiner regelmäßigen Dusche immer Wasser über meinen Kopf laufen lassen. Jedoch bin ich nicht jedes mal akribisch am massieren und mit dem Waschlappen/Handtuch überschüssiges Sebum am aufsaugen. Dies mache ich nur, wenn ich das Gefühl danach habe.

      Generell würde ich sagen, gewöhn Dich erstmal an die Umstellung und schau wie Dein Körper reagiert. Denn es dauert meistens ein paar Wochen, bis sich die Kopfhaut umstellt. Du kannst Dein Ziel immer im Blick haben, wie groß Deine Waschabstände werden sollen. Aber zu Beginn würde ich nicht unbedingt daran festhalten. Manchmal ist einem nach einer Haarwäsche und dann sollte man sich keinen Druck machen, weil man doch eigentlich die Abstände größer halten will.

      Du wirst nach der Zeit der Umstellung merken, dass Dein Körper sich gut anpasst und die Waschabstände werden automatisch größer. Bzw. wird es einfacher gehen, weil Dein Körper aus der größten Veränderung bereits raus ist und sich an ein Leben ohne Shampoo gewöhnt hat 🙂

      Also zusammengefasst: Das Ziel vor Augen aber ohne Druck & Stress 🙂

      Viele Grüße
      Sina

      1. Liebe Sina,

        vielen Dank für deine ausführliche Antwort und vor allem für den Tipp trotzdem Wasser über meinen Kopf laufen zu lassen. Das hätte mir sonst nämlich sicher auch irgendwann gefehlt. 🙂

        Ich bin schon gespannt, wie es sich bei mir entwickelt.

        Liebe Grüße,

        Mel 🙂

        1. Liebe Mel,

          das wichtigste ist im Prinzip ja auch, von dem chemischen Zeug wegzukommen. Das ist bereits eine riesen Umstellung, auch für die Psyche 🙂 Deswegen tut es meistens gut einfach einmal mehr Wasser über den Kopf laufen zu lassen 😉

          Ich würde mich freuen, wenn Du mir irgendwann über Deine Erfahrungen berichtest und wie es sich entwickelt hat.

          Viele liebe Grüße

          Sina

  2. Liebe Sina,

    ich habe meine Haar sowieso schon immer nur einmal die Woche gewaschen. Sie sind ziemlich dick und kraus, das sehen sie etwas fettig meistens besser aus (Locken statt Holzwolle). Allerdings finde ich dass sie mit dem ohne Schampoo waschen (dritte Woche), jetzt definitif eine unangenehmige, wachsige Konsistenz direkt nach dem Haarewaschen haben. An das Bürsten habe ich mich noch nicht rangetraut, weil meine Haare auf Kämmen und Bürsten immer so reagieren, als würde ich sie turpieren….Nur unter der Dusche kämme ich sie einmal die Woche, zur zeit dann mit dem Läusekamm, da dachte ich ich bekomme den Schmutz besser mit raus weil der so eng ist.
    Mir fällt sowieso auf, dass alle Bloggerinnen die gefunden habe eher der Typ lange, glatte Haare ist…. hast Du Ideen oder was gehört?
    LG,
    Felicitas

    1. Hallo Felicitas,

      mit drei Wochen steckst Du natürlich voll in der Umstellungsphase und da können die Haare auch mal nicht so toll aussehen. Bei mir hat es sich nach drei Monaten langsam gebessert und die Talgproduktion wurde weniger. Wenn Dir die Haare zu fettig im Ansatz werden, dann kannst Du versuchen etwas Sebum mit dem Waschlappen beim Haarewaschen und mit dem Handtuch aufzunehmen.

      Eine Idee wäre noch, die dicken und lockigen Haare vor der Wäsche gründlich zu bürsten. Am besten Schicht für Schicht und vom Nacken zur oberen Haarschicht. Danach wäscht Du sie und kämst höchstens im nassen Zustand noch einmal kurz/grob durch und lässt sie trocknen.

      Ebenfalls könntest Du die trockenen Haare gut bürsten und anschließend anfeuchten, damit sich wieder schöne Locken bilden können. Wenn zwischendurch immer noch zu viel Sebum auf der Kopfhaut zu finden ist, könntest Du zwischendurch mit einem Baumwollhandschuh die Kopfhaut leicht massieren und überschüssigen Talg aufsaugen.

      Viele Blogger, die über No-Poo berichten haben glatte und dünnere Haare. Aber ich habe auch schon einige gesehen, die dickere und lockige Haare haben. Es gibt auch Berichte, wo Frau wieder ganz tolle Locken bekommen haben, seitdem sie auf Shampoo verzichten. Ich selber habe etwas dickere Haare und nicht ganz glatt, sodass ich öfter in Schichten bzw. von allen Seiten bürsten muss.

      Ich denke, jeder muss erstmal seine Methode und Technik herausfinden, um zufrieden mit No-Poo zu sein. Ich gebe gerne Anregungen und Tipps und erzähle, wie es bei mit funktioniert hat aber experimentieren muss jeder selber 🙂 Deswegen freue ich mich besonders über Rückmeldung, weil anderen Lesern dann ebenfalls geholfen ist.

      Viel Erfolg
      Sina

  3. Hallöchen, 🙂

    ich möchte jetzt auch umstellen und auf Shampoo verzichten. Ich bin schon ganz aufgeregt 😱

    Wie machst du das nach dem Waschen? Wann bürstest du deine Haare? Noch im Nassen Zustand? Oder erst wenn sie trocken sind?

    Liebste Grüße

    Sandy

    1. Hallo Sandy,

      toll, dass Du auch auf Shampoo verzichten möchtest 🙂

      Meine Haare bürste ich meistens kurz im nassen Zustand. Dann liegen und trocknen sie so, wie sie sollen 😉 Und um das Sebum zu verteilen, bürste ich in der Regel im trockenen Zustand. Danach habe ich auch keine fliegenden Haare, was mich an meinen shampoonierten Haaren damals immer gestört hatte.

      Und wenn ich mal föhne – ich kann nicht ganz ohne – dann bürste ich die Haare im nassen bis in den trockenen Zustand parallel, weil ich sie dann immer glatt föhne. Dann sind die Haare immer gut gebürstet und das Ergebnis sind leicht glänzende Haare, ohne fettigen Haaransatz.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg mit No-Poo und gerne kannst Du mir von Deinen Erfahrungen berichten.

      Viele Grüße
      Sina

  4. Hey Sina… ich nochmal :D,

    ich hab nochmal eine Frage. Kann ich direkt mit dem – nur mit Wasser waschen – anfangen, oder sollte man noch „ein letztes Mal“ die Haare waschen um die fettigen Haare zu reinigen? 🤔

    Ich hab mir jetzt deine Lieblings Bürste bestellt und frage mich ob ich damit gleich durchstarten kann morgen.

    Sollte ich die Haare erst bürsten und dann mit Wasser waschen? Oder erst waschen und danach bürsten? Oder wie gesagt noch einmal mit Shampoo waschen und dann mit den Bürsten anfangen? Fragen über fragen 😄

    1. Hallo Sandy,

      der Start ist immer aufregend und man weiß gar nicht, wie man am besten anfangen soll 🙂

      Ich würde nicht noch einmal mit Shampoo waschen, damit zögerst Du alles nach hinten raus. Vielleicht ist zum Start die Natron-Haarwäsche etwas für Dich. Hiermit entfernst Du nicht nur die Fettschicht leicht, sondern auch alte Rückstände des Shampoos. Bitte nur nicht zu viel Natron nehmen, da es die Kopfhaut und Haare sonst austrocknet. Im Anschluss kannst Du eine Apfelessig-Spülung über die Haare geben, dadurch wurden meine Haare wieder schön weich.

      Eine Zeit lang habe ich immer mal Apfelessig genommen aber seit einem 3/4 Jahr kommt nur noch Wasser an die Haare 🙂

      Mit dem Bürsten kannst Du natürlich loslegen, wann Du möchtest 🙂 Ich selber bürste meine Haare vor dem Waschen kurz durch, weil hier schon ein paar Partikel, Schüppchen und Schmutz entfernt werden können. Wenn die Bürste es braucht, mache ich sie jetzt auch sauber. Nach dem Waschen bürste ich sie kurz in die richtige Form und lasse sie trocknen. Und wenn sie trocken sind, dann bürste ich gerne noch einmal die ca. 100 von jeder Seite der Kopfhaut.

      Aber es ist bei jedem unterschiedlich, denn verschiedene Haaretypen, verlangen verschiedene Pflegeroutinen. Neulich habe ich bei lockigen Haaren den Tipp gegeben, die Haare vor dem Waschen gründlich zu Bürsten und dann die nassen Haare nur mit dem Lockenkam in Form zu bringen. Danach wird nicht mehr gebürstet, weil sonst die Locken nicht schön fallen. Hat man zum Beispiel sehr dünnes und fliegendes Haar, dann ist es gut die trockenen Haare nach dem Waschen gut zu bürsten. Der Talg wird gut verteilt und die Haare fliegen dadurch weniger.

      Wenn Du ein wenig ausprobierst, dann findest Du ganz schnell Deine eigene Routine. Das wichtigste Bürsten ist nur am Morgen – wobei das war es bei mir auch ohne No-Poo. Über Nacht gibt der Körper auch über die Kopfhaut Stoffe ab, die am Morgen gut rausgebürstet werden. Und Abends entfernt man die feinen Partikel, die sich über den Tag angesammelt haben.

      Und noch ein kleiner Hinweis 🙂 Die Bürste nimmt mit der No-Poo-Methode natürlich den ganzen Talg viel schneller auf und dadurch wird die Bürste auch schneller schmutzig. Ich reinige meine Bürste immer mit einem feinen Kamm, der zieht die Haare, Schmutz und Talg gut raus. Wenn Sie einmal richtig gereinigt werden muss, dann verwende ich eine natürliche Seife und schäume die Borsten gut ein. Mit den Borsten nach unten, ist sie über Nacht auch schnell wieder trocken. Das Holz kann zur Pflege auch einmal mit Kokosöl leicht eingerieben werden.

      Wenn Du noch mehr Fragen hast, dann immer her damit 🙂 Ich wünsche Dir einen guten Start!

  5. Hallo Sina,
    Wie sieht es bei dir mit dem Geruch aus? Hat der nachgelassen?

    Ich wasche meine Haare seit 2 Wochen ohne Schampoo und ich habe das Gefühl das ich stark rieche.

    Und ich muss bald zum Friseur. Der riecht das doch auch und will meine Haare waschen. Wie soll ich mich dort Verhalten?
    Gruß Antje

    1. Hallo Antje,

      zwischendurch rieche ich auch immer mal wieder an meinen Haaren, um mich zu vergewissern, dass sie keinen komischen Geruch haben. Aber ich stelle immer fest, dass sie einfach nach “Haaren riechen” 🙂 Nicht stinken, nicht müffeln – nur natürlich.

      Was besonders am Anfang fehlt, ist natürlich der Geruch des Shampoos. Wir verbinden aus Gewohnheit den Shampoo-Geruch mit sauberem und frisch gewaschenem Haar. Und das fehlt psychisch am Anfang, weil auch geistlich müssen wir uns umstellen.

      Schau einfach mal, warum Du denkst, dass Deine Haare riechen. Ist es vielleicht einfach, weil Dir der gewohnte Geruch fehlt? Ist es eine vermehrte Talgbildung am Anfang, die vielleicht stärker riechen könnte? Spielen Krankheiten oder eine fettige/ungesunde Ernährung eine Rolle?

      Beim Frisör war ich bisher noch nicht, weil meine Spitzen habe ich in letzter Zeit einfach selber geschnitten 🙂 Die Reaktion Deines Frisörs kann von Interessiert, über Neutral bis zur Abneigung reichen. Aber wenn Du ihm klar machst, dass die Haare nur mit Wasser nass gemacht werden, dann hat er das zu akzeptieren 🙂 Es gibt auch spezielle Natur-Friseure, die sich gut mit der No-Poo-Methode auskennen und ganz anders mit dem Thema umgehen. Vielleicht hast Du einen in Deiner Nähe?

      Viele Grüße
      Sina

  6. Hallöchen.

    Ich brauch mal was neues und bin über Google und Haarstyles auf deine Seite hier gestoßen. Meine Haare werden sehr schnell sehr fettig. Mit sehr schnell meine ich Abends waschen, früh morgens fettig. Es ist furchtbar und ich halte es kaum zwei Tage ohne waschen aus. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, wie die Haare nach vier, fünf Tagen oder gar 3 Wochen aussehen. Irgendwann muss ich ja auch zur Arbeit. Naja, auf jeden Fall wollte ich fragen, ob evtl. solche Sachen wie Trockenshampoo oder wenigstens Babypuder im Haar ‘erlaubt’ sind, während der Umstellung?

    Lieben Gruß
    Evi

    1. Hallo Evi,

      natürlich kannst Du auch erstmal mit einer Alternative zum Shampoo starten 🙂 Das sollte jeder nach seinem Emfpinden machen!

      Anstelle von fertigem Trockenshampoo oder Babypuder, kannst Du natürliche Mittel verwenden. Kakao ohne Zusätze, Roggenmehl oder Maisstärke sind eine klasse Alternative zu gekauftem Trockenshampoo 🙂 Ich habe hier einen Artikel dazu geschrieben 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Sina

  7. Hi,
    für mich ist diese Methode neu, aber ich interessiere mich für Natur Kosmetik. Ich wasche meine Kopfhaut mit Lavaerde, was gut funktionierte. Ich war längere Zeit im Ausland. Seit dem ich zurück bin, fetten meine Haare schneller. Liegt vielleicht an der Klimaumstellung. Waschen nur mit Wasser würde ich auch gern ausprobieren, aber wenn ich meine Haare nicht mit Waschsubstanz wasche oder einige Tage zu spät wasche, also wenn sie fettig geworden sind, fallen sie aus. Aber wenn ich sie wasche bevor sie fettig sind, fallen sie nicht aus. Weiß du vielleicht woran es liegen könnte? Wenn ich nun auf nur Wasser umsteige, befürchte ich starken Haarausfall zu haben, bis die Regulierung der Kopfhaut eintritt.
    Was meinst du? Hast du Tipps für mich?
    Vielen Dank für deine Tipps und Hilfe.

  8. Hallo Sina,

    ich habe jetzt fünf Wochen der Umstellung hinter mir, meine Haare sehen (nach dem Waschen) auch “fluffig” aus. Nur fühlen sie sich auch dann ein wenig … wächsern/speckig an (nicht ölig, sondern eher so, als hätte man ein Schaf gekrault) .
    Ich wollte nur fragen, ob dieses Gefühl noch vergeht und die Haare nach der Umstellung wieder richtig leicht und fluffig sind.

    Liebe Grüße
    Anna

    1. Hallo Anna,

      ein ganz leichter Film des Sebum wird immer auf der Kopfhaut liegen. Wir müssen ihn nur gut verteilen und die Wirkung/Sinn dahinter verstehen 🙂 Anfangs ist es sehr komisch, weil wir das Gefühl nicht gewohnt sind. Aber ich finde jetzt nach über einem Jahr hat sich mein Ansatz trotzdem nochmal etwas zum Positiven verändert.

      Viele Grüße
      Sina

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