Es ist mitten im Sommer 2018 und wir haben wahnsinnige Temperaturen. Während ich auf meiner Terrasse sitze und die wundervolle Sonne genieße fällt mir auf, dass mittlerweile zwei Jahre vergangen sind, seitdem ich das letzte mal Shampoo verwendet habe. In dem Beitrag über meine persönlichen Erfahrungen und dem Rückblick nach einem Jahr, gehe ich bereits auf viele Punkte rund um No Poo ein. Deshalb möchte ich Euch in diesem Beitrag ein paar Fotos zum Vergleich zeigen. 

Wie haben sich die Haare verändert?

In der ganzen Zeit habe ich meine Haare sehr genau beobachtet und geschaut, wie sie sich negativ bzw. positiv verändern. Natürlich habe ich auch immer ein wenig Angst gehabt, ob ich wirklich das Richtige mache und nicht absolut daneben liege. Doch das heutige Ergebnis überzeugt mich sehr wohl.

Zu Beginn meines No Poo – Only Water Experimentes, sahen meine Haare sehr schlimm aus. Ich habe viele Flechtfrisuren und Haarbänder getragen.

Dadurch konnte ich einiges an überschüssigem Sebum verstecken. Aber trotzdem waren immer strähnige Stellen – besonders am Hinterkopf – vorhanden.

Doch in langsamen Schritten merkte ich, dass sich die Kopfhaut umstellt und die übermäßige Talgproduktion reduziert. Das Strähnige verschwindet langsam. Besonders nach dem Haare bürsten merke ich, die Haare besser aussehen.

Nach einem Jahr ohne Shampoo, merke nur ich, dass ich die Haare nur mit Wasser wasche. Denn auf der Kopfhaut liegt eine dünne Schicht Sebum, die ich mit den Händen fühle. Doch auf den Haaren ist sie nicht zu erkennen. Selbst die schwierigere Stelle am Hinterkopf macht mir keine Probleme.

Nun ist sogar das zweite Jahr vergangen und bei den heißen Temperaturen mache ich mir sogar etwas Kokosöl in die Spitzen, weil sie mir sonst zu trocken werden.

Das letzte Foto ist ganz aktuell. Und hier sieht man mich komplett ohne Kosmetik 🙂

Würde ich es immer wieder machen?

Ganz klar – JA!

Ich bin wirklich total happy mit dem Haare nur mit Wasser waschen. Das größte Problem war meistens ich selber und nicht mein Körper. Er hat immer nur auf die äußeren Einflüsse reagiert und versucht eine Balance zu finden. Doch vom Kopf her, denke ich heute noch manchmal, ob ich doch wieder zum Shampoo greifen würde.

Aber diese Momente dauern nur ein paar Sekunden und dann stehe ich wieder voll hinter meinem Projekt. Mein Glück war auch, dass sich mein Körper gut umgestellt hat und ich keine weiteren Probleme hatte. Äußerst wichtig ist mir zudem, dass ich meine Haare intensiv pflege auch ohne Shampoo & Co. Dafür mit Massagen, Bürsten und Reinigen.

 

Wie ist es euch ergangen und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Lass es Dir gut gehen! Sina

 

 

 

 


4 Kommentare

Bieni · 1. August 2018 um 14:02

Hallo Sina,-
danke für deinen neuen Artikel zum Thema WO. Es gibt ja nicht so viele Langzeitberichte dazu. Hier also ein kleines Update.
Ich bin immer noch dabei, mittlerweile sind es ca 6 Wochen oder so und ich bin sehr zufrieden i. M. Die Längen sind nass noch leicht klebrig aber trocken sind meine Locken richtig schön.
Sicherlich nicht perfekt aber damit kann ich leben. Ich wasche meine Haare noch mit sehr warmem Wasser und bürste sie noch oft, meistens aber nur vor dem waschen wegen der Locken.
Meine Haare sind nun auch nach der Wäsche richtig sauber machen und das Wachs ist verschwunden 😳. Übrigens hat mich auch in den letzten Wochen auch niemand auf meine furchtbaren Haare angesprochen, weil es optisch wohl ganz passabel war. Nur angefühlt haben sie sich komisch. Eine Essigrinse habe ich 1x gemacht und nach ca 3 Wochen 1 Wäsche mit einem sehr milden Shampoo um das wachsige rauszubekommen. Seitdem lässt sich das Sebum auch besser verteilen. Z. Zt. wasche ich so alle 2 bis 3 Tage und ich hoffe es bleibt so und der Wachshelm taucht nicht wieder auf.
So das war mein kleiner Zwischenbericht nach 6 Wochen, vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen.
Mach’s gut liebe Sina und pass auf dich auf.

    Sina · 13. August 2018 um 19:47

    Liebe Bieni,

    vielen Dank für Deine Rückmeldung!

    Ich finde es immer sehr spannend und interessant, wie es bei anderen Leuten mit no poo funktioniert 🙂

    Ich freue mich, wenn Du wieder berichtest 🙂

    Viele Grüße und alles Gute
    Sina

Susanne · 16. September 2018 um 08:30

Ich bin jetzt seit 4 Wochen ohne Shampoo dabei. Ich wasche meine Haare nur 1x pro Woche mit warmem Wasser. Ich hatte auch schon mal 1,5 Wochen, weil ich es schlichtweg vergessen hatte. 1x am Tag mache ich die 100 Bürstenstriche mit einer Schweineborstenbürste. Die Haare haben eine starke Sebum-Schicht, die aber allmählich nachzulassen scheint. Leider juckt mir die Kopfhaut noch stark. Offen kann ich die Haare noch nicht tragen (Sie sind etwas länger als schulterlang). Ich würde gern mal meine Spitzen schneiden lassen, aber welcheR FriseurIn mag diese Haare anfassen? Ich werde versuchen, eine Freundin zu bitten. Die Spitzen sind vom Färben und Blondieren und Glätten zwar nicht gesplisst, aber trocken und struppig. Aber auch sie nehmen langsam Sebum auf. Ich hadere oft und würde gerne meine Haare wieder offen tragen. Aber dann sage ich mir, dass ich jetzt so weit gekommen bin, dass ich nicht aufgeben werde. Ich will unbedingt wissen, wie meine Haare werden, wenn sich die Sebumproduktion normalisiert hat! Ich bin gespannt und kann es kaum abwarten!

    Sina · 18. September 2018 um 21:49

    Hallo Susanne,
    zu Beginn habe ich auch immer gehadert und habe nach eine paar Wochen, meine Haare wieder mit Shampoo gewaschen. Es ist wirklich sehr schwer, besonders zu Beginn, aber ich war nach dem Haarewaschen nicht glücklich. Ich wollte unbedingt wissen, ob das Haare waschen nur mit Wasser wirklich funktioniert. Und heute habe ich bereits über zwei Jahre geschafft 🙂

    Meine Haarspitzen schneide ich mir mittlerweile immer selber, weil ich zu Beginn auch nicht zum Friseur wollte und jetzt habe ich meine Technik. Aber es gibt auch spezielle Natur-Friseure, die dem Thema offener gegenüber sind.

    Viele liebe Grüße
    Sina Copik

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